Aufruf unseres Pfarrverwalters Roland Baule zur derzeitigen Situation

Liebe Schwestern und Brüder,

die fortschreitende Ausbreitung des Corona-Virus stellt auch die Kirchen in eine besondere Verantwortung. Es gilt einerseits, Gefährdungen auszuschließen, andererseits aber solidarisch an der Seite der Menschen zu stehen. Insbesondere unser Gebet kann dort, wo persönliche Zuwendung nicht möglich ist, ein starkes Zeichen der Verbundenheit setzen.

Gestern habe ich mich mit den Verantwortungsträgern aus den Kirchorten und mit den Mitgliedern des Pastoralteams getroffen, um zu verabreden, welche Maßnahmen wir in unserer Pfarrei treffen. Grundlage unserer Entscheidungen war ein Schreiben des Generalvikars über „Maßnahmen gegen Ausbreitung des Coronavirus“ vom 13. März 2020.

Alle diese Entscheidungen sollen dem Schutz der Menschen dienen, die am kirchlichen Leben teilnehmen und die uns als Gemeinde anvertraut sind. Durch die aufgeführten Absagen hoffe ich, dass auch unsere Pfarrei einen Beitrag dazu leistet, dass sich die Ansteckungsgefahr verringert und die Ausbreitung der Epidemie verzögert wird. Insofern hoffe ich sehr auf Ihr Verständnis.

Eine herzliche Bitte habe ich an Sie: Beten Sie weiterhin - und vielleicht sogar mehr und intensiver als sonst. Das kann ganz lebenspraktisch geschehen: Wir alle werden gerade aufgerufen, uns häufig die Hände zu waschen und uns dafür wenigstens 30 Sekunden Zeit zu nehmen. Diese Zeitspanne entspricht in etwa der Dauer eines Vaterunsers. Vielleicht wollen Sie auf diese Weise beides miteinander verbinden: Hygiene und Gebet.

Seien wir für die Menschen, die uns nahestehen, da. Haben wir, wenn es möglich ist, besondere Aufmerksamkeit für jene, die unter der Einschränkung der Sozialkontakte in besonderer Weise leiden. Vielleicht sollten wir in dieser Zeit wieder öfter zum Telefonhörer greifen oder einander schreiben…

Mit freundlichen Grüßen und herzlichen Segenswünschen

Domvikar Roland Baule
Pfarrverwalter