Kirchorte im Güldenen Winkel

Informationen zu unseren vier Kirchorten

Die Pfarrgemeinde St. Martinus-Hildesheim - Kath. Kirche im Güldenen Winkel ging am 1. September 2010 aus den drei Pfarrgemeinden St. Martinus-Himmelsthür, St. Kunibert-Sorsum und St. Martinus-Emmerke mit der Kapellengemeinde Hl. Familie-Kl. Escherde hervor. Klicken Sie die jeweiligen Kirchorte an, wenn Sie mehr über die Kirchorte und die Geschichte der Kirche wissen möchten.

Weiterhin haben wir aufgeführt, wie der "Güldene Winkel", dessen Bezeichnung wir in dem Namen unserer Pfarrgemeinde tragen, entstanden ist.

Ein weiterer Artikel beschäftigt sich mit den Flur- und Wegekreuzen usw., die in unserer Pfarrgemeinde aufgestellt sind. Die kleine Exkursion lohnt sich!

Wie der "Güldene Winkel" zu seinem Namen kam

Im Jahre 854 wird in einem Totengedenkbuch im Kloster Corvey ein zur adeligen Oberschicht zählenden Siuwyf genannt, der seinen Hofbesitz in Anmarki in Scotelingun an das Kloster schenkte. Wir sind hier in der Zeit der Christianisierung unseres Raumes. Die Benediktiner von Kloster Corvey, deren Gründung unter Karl dem Großen erfolgte, haben unter Kaiser Ludwig dem Frommen die Christianisierung in unserem niedersächsischen, ostfälischen Raum durchgeführt.

Die Corveyer Nennung des Ortsnamens ist altsächsisch und verweist als „An-Marki“ auf die wirtschaftliche und politische Bedeutung hin. Dass dieses Emmerke (An-Marki) an der Grenze liegt, wird durch den territorialen Gegensatz deutlich. Hier kreuzten sich die Interessen der Bischöfe von Hildesheim mit dem Einflussbereich des mächtigen sächsischen Herzogshauses der Billunger. Der Zusatz in Scotelingun ist ebenfalls altsächsisch und heißt nichts anderes als: sehr gute oder güldene Lage (Gegend); hier finden wir in altsächsisch erstmals unsere heutige Bezeichnung für diesen Raum „Güldener Winkel“. Es war auch ein Grund die Kirchengemeinde Emmerke als Katholische Kirche im Güldenen Winkel zu bezeichnen. Die Landschaft Scotelingun stimmt nicht nur geografisch, sondern auch als Verwaltungseinheit mit dem späteren Güldenen Winkel im Amt Steuerwald überein.

Bis zum Jahr 1048 war Eigentümer von Kirche und dem dort befindlichen Oberhof in Emmerke Graf Dietmar, ein Bruder des Sachsenherzoges Bernhard II.. Die Auseinandersetzungen zwischen den Billungern mit Heinrich II. (1020) und Heinrich III. (1048) weisen auf den historischen Sachverhalt im Rahmen der Sachsenkriege hin. Mit der Inbesitznahme von Kaiser Heinrich III. aufgrund dieser Auseinandersetzungen und der folgenden Schenkung an Bischof Hezilo von Hildesheim, geht dieser Besitz in das Eigentum von Bischof und Domkapitel von Hildesheim über. Die Güter- und Abgabenbeschreibung dieses alten Herrenhauses in der Villikation (Hofverband) Emmerke zeigt die Bedeutung dieses Oberhofes im 11. Jahrhundert.

Weitere Informationen dazu sind in der Kirchenbroschüre St. Martinus Emmerke zu lesen.

Emmerke südl. Flurkreuz von 1855

Emmerke südl. Flurkreuz von 1855

Kreuze in der Pfarrgemeinde St. Martinus Hildessheim

Es ist ein altes Zeugnis christlichen Glaubens, dass in den Landschaftsfluren Kreuze aufgestellt wurden. In vorchristlicher Zeit stellte der senkrechte Balken des Kreuzes die Verbindung von Himmel und Erde dar, der waagerechte Balken die Erd- und Wasserfläche. Durch die Kreuzigung Christi wurde das Kreuz als Heilszeichen des Christentums übernommen. Da das Kreuz als Symbol des Glaubens dargestellt wurde, hatte es gleichzeitig die Symbolkraft gegen die Kraft des Bösen in sich und wurde von daher auch als Symbol für die Gefahrenabwehr verwendet. Dies ist sicherlich auch die Herleitung des Symbol des Kreuzes als Wege- oder Flurkreuz. Die Wegekreuze sollten somit gegen die Gefahren auf den Wegen schützen, die Flurkreuze dagegen die Flur, den Wald, die Äcker und die Wiesen und gleichzeitig auch den Gläubigen zur Andacht oder zum Gebet mahnen.

In unserer Pfarrgemeinde sind in den einzelnen Kirchorten ebenfalls noch Wege- und Flurkreuze vorhanden.

Eine Beschreibung finden Sie in unserem nachstehenden download.