Eigene Feste im Kirchenjahr

Informationen über unsere Feste im Kirchenjahr, Prozessionen und besondere in den Kirchorten bestehende "angelobte" Feiertage.

Kirchenpatron

Besonders gefeiert wird in den einzelnen Kirchorten der Tag des Kirchenpatrons.

St. Martin Himmelsthür

St. Martin Himmelsthür

Himmelsthür:

11. November – Heiliger Martin von Tours

Geboren um 316 als Sohn eines römischen Offiziers in Sabria in Pannonien, trat er mit 15 Jahren bei den Reitern der kaiserlichen Garde ein. In seinen jungen Jahren soll er vor den Toren Amiens seinen Offiziersmantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben. In der folgenden Nacht soll ihm Christus begegnet sein, der die Mantelhälfte des Bettlers getragen hat. Von diesem Glaubenserlebnis tief geprägt, ließ sich Martin taufen und verließ ein Jahr später die Armee und wurde Schüler des Hilarius von Poitiers. Während seiner Missionarstätigkeit gründete er 361 in Ligugé das erste Kloster Galliens. Danach missionierte er u.a. im Gebiet von Chartres und Paris. Zum Bischof von Tours wurde er 371 gewählt, in dessen Nähe er vier Jahre später das Kloster Marmoutier stiftete.

Auf einer Seelsorgereise verstarb er am 8. November 397 in Candes bei Tours. Eine rieseige Menschenmenge erwies ihm am 11. November die letzte Ehre. Martins Grab in Torus befindet sich dort in der Basilika St. Martin.

Heiliger Kunibert

Sorsum:

12. November – Heiliger Kunibert 

Geboren um 600, stammt Kunibert aus einer Adelsfamilie in der Moselgegend. Er wurde in jungen Jahren Archidiakon in Trier und wahrscheinlich um 623 Bischof von Köln. Unter ihm wurden Kirchen und Klöster neu errichtet und erneuert. Darüber hinaus schuf er karikative Einrichtungen zur Lindereung der Not der Kranken und Armen.

Für den damaligen König Dagobert I. war er ein gern gesehener Ratgeber. Er starb  am 12. November um das Jahr 663. Wahrscheinlich wurde er in der von ihm errichteten St.-Klemens-Kirche in Köln beigesetzt, deren Nachfolgebau im 13. Jh. im zu Ehren den Namen St. Kunibert erhielt. Zum Patronatsfest gibt es es eigenes Lied, der "Gesang zum Hl. Cunibert". Den Text finden Sie unten auf der Seite bei den Downloads.

St. Martin Emmerke

St. Martin Emmerke

Emmerke:

11. November – Heiliger Martin von Tours

Geboren um 316 als Sohn eines römischen Offiziers in Sabria in Pannonien, trat er mit 15 Jahren bei den Reitern der kaiserlichen Garde ein. In seinen jungen Jahren soll er vor den Toren Amiens seinen Offiziersmantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben. In der folgenden Nacht soll ihm Christus begegnet sein, der die Mantelhälfte des Bettlers getragen hat. Von diesem Glaubenserlebnis tief geprägt, ließ sich Martin taufen und verließ ein Jahr später die Armee und wurde Schüler des Hilarius von Poitiers. Während seiner Missionarstätigkeit gründete er 361 in Ligugé das erste Kloster Galliens.

Danach missionierte er u.a. im Gebiet von Chartres und Paris. Zum Bischof von Tours wurde er 371 gewählt, in dessen Nähe er vier Jahre später das Kloster Marmoutier stiftete. Auf einer Seelsorgereise verstarb er am 8. November 397 in Candes bei Tours. Eine riesige Menschenmenge erwies ihm am 11. November die letzte Ehre. Martins Grab in Torus befindet sich dort in der Basilika St. Martin.

Altarbild Heilige Familie Escherde

Altarbild Heilige Familie Escherde

Escherde:

Die "Heilige Familie"

Kirchenpatron ist die "Heilige Familie", also Josef, Maria und Jesu. Gefeiert wird dies an einem Sonntag in der Weihnachtsoktav, d.h. zwischen dem 25.12. und 01.01.. In mittelalterlicher Zeit wurde das Fest der Heiligen Familie am 14. Januar gefeiert. Eine Änderung erfolgte ab 1969.

Angelobte Feiertage

Besondere in den Kirchorten bestehende "angelobte" Feiertage

Himmelsthür

  • Am 2. Pfingsttag wird die "Hagelfeier" mit einer Prozession zu Ehren des Heiligen Urbanus begangen. Ursprünglich fand sie am 25. Mai - Urbanustag -statt. Urban I. war von 222 bis 230 Papst. Nach seinem Tod am 25. Mai 230 wurde er wahrscheinlich in der Kalixtus-Katakobe in Rom beigesetzt.

Sorsum

  • Seit 1754 wird am 19. März St. Joseph verehrt und seit 1756 am 25. Juli St. Jakob mit einer Prozession durch den Ort verehrt. Die Gemeinde weihte Gott diese beiden Tage in der Hoffnung, dass er sie in Zukunft von der Viehseuche verschonen möge.
  • Seit einigen Jahren wird einmal jährlich im Mai ein Bittgang zur Antoniuskapelle durchgeführt.
    Bis in die 1970er Jahre wurde die Antoniuskapelle als eine Station im Rahmen der großen Flurprozession, die wohl am 25.05. (Urbanustag) stattfand, mit angelaufen. Die Flurprozession ging über den Finkenberg zu dem Kreuz, dass heute auf dem Hof Wächter in Sorsum steht und weiter über die Sorsumer Mühle zur Antoniuskapelle. Weiter durch die Feldmark (heutige Kreuz an der Bahnlinie) und zurück über die heutige B1 zum Kreuz, welches am Ende der Straße von Sorsum Richtung B1 steht. Der Ursprung ist nicht mehr bekannt. 
    Weiterhin wurde die Antoniuskapelle am Kommuniontag (früher Weißer Sonntag) nachmittags zur Andacht aufgesucht. Dieser Brauch ist wohl Ende der 1960er Jahre in Fortfall gekommen.

Emmerke / Escherde

  • Seit 1766 wird die "Hagelfeierprozession" begangen. Bis 1993 fand diese jeweils separat in Emmerke und Klein Escherde statt. Seit 1994 wird sie gemeinsam am Samstagabend vor oder nach dem 25. Mai (Heiliger Urbanus) abgehalten. Seitdem wird die Prozession jährlich im Wechsel in der Kirche in Kl. Escherde oder Emmerke begonnen und führt durch die Feldmark zur anderen Kirche, wo sie mit der Feier der Hl. Messe abgeschlossen wird.
    Urban I. war von 222 bis 230 Papst. Nach seinem Tod am 25. Mai 230 wurde er wahrscheinlich in der Kalixtus-Katakombe in Rom beigesetzt.
  • Bis 1993 wurden in Klein Escherde bei der Hagelfeierprozession vier Kreuze in der Feldmark von den Gläubigen aufgesucht. Angeführt wurde die Prozession von den Meßdienern mit Tragekreuz und Prozessionsfahne sowie dem Pfarrer, vier Mädchen trugen die Tragemadonna. Bei jedem Kreuz wurde von den Gläubigen unter anderem immer wieder gesungen "Ach, segne Herr mit Deiner Hand die lieben Früchte auf dem Land, wend ab Frost, Donner, Hagelschlag und alles was uns schaden mag!.

Ein Dokument der Zeitgeschichte finden Sie über die "Hagelfeier" in Klein Escherde unter den "Downloads".