Messgewänder-ABC

Das ABC der Messgewänder und ihrer Farben im Jahreskreis

ABC der Messgewänder

Albe

Die Albe ist aus der knöchellangen aus römischer Zeit entstanden. Das Wort „Albe“ leitet sich aus dem lateinischen „albus“ (=weiß) ab. Die Albe wird jeweils in der liturgischen Tagesfarbe getragen! Es gibt davon diverse Formen, die traditionelle ist um die Hüfte mit einem Zingulum (=Strick) zusammen geschnürt. Die Stola wird darunter getragen. Eine andere Form ist die Gewand- und Mantelalbe, wobei hier die Stola darüber getragen wird.

Stola

Die Stola ist ein schmaler Schal (Schärpe) in der jeweiligen liturgischen Tagesfarbe. Die Stola wird als Amtszeichen des Priesters angelegt, wenn er keine anderen liturgischen Gewänder trägt. Über beide Schultern, nach vorne herab hängend. Auch der Diakon trägt sie als Amtskleidung, jedoch quer getragen (von linker Schulter zur rechten Körperseite).

Messgewand (Casel)

Es ist das Hauptgewand des Priesters bei den Messen. Dieses war ursprünglich ein altrömischer Schutzmantel, wurde im Laufe der Zeit wegen der Stoffpreise (edle Stoffe sind kostspielig) gekürzt. In der heutigen Zeit ist das Messgewand wieder länger, dafür merkbar schlichter geworden.

Gürtel und Zingulum

Je nach Art der Albe wird entweder der Gürtel oder das Zingulum verwendet, um die Albe um die Taille zusammen zu schnüren zu können. Dieses gibt es in verschiedenen Farben.

Talar und Rochett (Chorrock)

Der Priester kann Talar und Rochett an Stelle einer Albe tragen. Der Talar ist ähnlich einem schwarzen Mantel.Das Rochett ist hemdartig und weiß, reicht meist bis in Kniehöhe. Es wird stets über den Talar getragen

Chormantel

Dieser prunkvolle Mantel ist lange und reich an Verzierungen. Der Priester trägt ihn ausschließlich bei feierlichen Andachten. Für den sakramentalen Segen wird dem Priester zusätzlich, vom Sakristan oder Ministrant, das Velum umgelegt zum Anfassen der Monstranz!

Velum

Das Velum, eine mit einem Kreuz bestickte, überbreite Stola ist ein Ehrfurchtzeichen vor dem Leib Christi! Es wird also zum Anfassen der Monstranz verwendet.

Liturgische Farben

In der Liturgie wechseln die Farben des Messgewandes, der Stola und des Velums. Diese Farbe ist abhängig vom Tag im Kirchenjahr, sowie welche Gedenktage oder Feste jeweils gefeiert werden.

Weiß

Farbe der Festlichkeit, der Klarheit und des Lichtes.
Verwendet in der Oster- und Weihnachtszeit, an den Festen des Herrn, Muttergottesfesten, Gedenktagen der Heiligen (außer Märtyrer), Fest der Engel.

Rot

Farbe des Feuers (des Geistes Gottes), des Blutes, nicht zuletzt der Liebe.
Verwendet am Palmsonntag, Karfreitag und an Pfingsten. Zu dem an Märtyrerfesten.

Grün

Farbe der Hoffnung.
Verwendet an Wochen- und Sonntagen im Jahreskreis.

Schwarz

Farbe der Trauer.
Verwendet wahlweise bei Begräbnissen und Trauergottesdiensten.

Violett

Farbe der Umkehr und der Buße.
Verwendet im Advent und Fastenzeit. Wahlweise bei Begräbnissen und Trauergottesdiensten.

Rosa

Farbe der Freude.
Verwendet am 3. Advents- und 4. Fastensonntag

Gold

Farbe der Festlichkeit.
Kann anstatt jeder Farbe genommen werden, wenn es dem Anlass entspricht.